{"id":727,"date":"2016-09-30T12:58:02","date_gmt":"2016-09-30T12:58:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.linnich-apotheke.de\/wp-cms\/?p=727"},"modified":"2016-09-30T12:58:02","modified_gmt":"2016-09-30T12:58:02","slug":"wenn-das-innenleben-aus-dem-gleichgewicht-geraet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.linnich-apotheke.de\/wp-cms\/wenn-das-innenleben-aus-dem-gleichgewicht-geraet\/","title":{"rendered":"Wenn das Innenleben aus dem Gleichgewicht ger\u00e4t&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Nach einer leckeren Mahlzeit macht sich Entspannung, Wohlgef\u00fchl und Zufriedenheit breit. F\u00fcr unser Magen-Darm-System beginnt nun harte Arbeit. Mit dem ersten Bissen beginnt der Verdauungsprozess bereits in der Mundh\u00f6hle. Beim Kauen wird die Nahrung zerkleinert, mit Speichel durchmischt und durch die darin enthaltenen Enzyme angedaut.<\/p>\n<p>Nach dem Hinunterschlucken wandert sie \u00fcber die Speiser\u00f6hre in den Magen. Die Magens\u00e4ure und weitere Enzyme erleichtern die weitere Aufspaltung. Der Magen speichert gr\u00f6\u00dfere Nahrungsmengen und bereitet sie f\u00fcr die eigentliche Verdauung im Darm vor. Seine Muskelbewegungen durchmischen alle Nahrungsbestandteile mit Magensaft und geben den entstandenen halb fl\u00fcssigen Brei portionsweise an den Zw\u00f6lffingerdarm weiter. Wie schnell der Magen seinen Inhalt an den Darm weiterleitet, h\u00e4ngt von der Zusammensetzung der Nahrung ab \u2013 Fett besch\u00e4ftigt ihn am l\u00e4ngsten.<\/p>\n<p><strong>&gt; Zentraler Ort der Verdauung \u2013 der Darm<\/strong><\/p>\n<p>Gallensaft, Enzyme der Bauchspeicheldr\u00fcse und der Darmsaft zerlegen die Nahrung in ihre Grundbausteine: Eiwei\u00df, Fett und Zucker. Diese werden durch die Darmwand in den K\u00f6rper aufgenommen und bestimmungsgem\u00e4\u00df verarbeitet. Was vom Speisebrei \u00fcbrig bleibt, wandert in den Dickdarm und wird als eingedickter Stuhl \u00fcber den Enddarm ausgeschieden.<\/p>\n<p><strong>&gt; Da liegt etwas schwer im Magen \u2013 V\u00f6llegef\u00fchl und Magendruck<\/strong><\/p>\n<p>Stress, falsche Lebensgewohnheiten sowie zu viel und zu fettes Essen verursachen bei vielen Menschen Verdauungsst\u00f6rungen. Ein k\u00f6stlicher Schweinebraten kann bis zu sechs Stunden schwer im Magen liegen. Das macht sich durch Magendruck, Bl\u00e4hungen im Oberbauch, Appetitlosigkeit oder \u00dcbelkeit bemerkbar. Mit pflanzlichen Mitteln und Pr\u00e4paraten, die Verdauungsenzyme enthalten, k\u00f6nnen Sie der Verdauung Beine machen. Bitterstoffhaltige Pflanzen regen die Magen- und Gallensaftproduktion an.<\/p>\n<p>Wenn Sie \u00f6fter unter V\u00f6llegef\u00fchl und anderen Verdauungsbeschwerden leiden, ist immer Ihr Arzt gefragt.<\/p>\n<p><strong>&gt; Schwerer Gang \u2013 wenn nichts mehr geh<\/strong>t<\/p>\n<p>Man muss nicht immer m\u00fcssen! Viele Menschen glauben, dass t\u00e4glicher Stuhlgang ein Muss ist. Doch das ist durchaus nicht der Fall: von drei Mal t\u00e4glich bis drei Mal in der Woche ist v\u00f6llig normal.<\/p>\n<p>Eine Verstopfung entsteht dann, wenn sich der Darminhalt zu langsam seinen Weg bahnt und auf seinem Weg bereits zu viel Wasser entzogen wird. Dadurch wird der Darminhalt zu trocken und hart, was zu Verstopfung und unangenehmen Toiletteng\u00e4ngen f\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>&gt; Eine akute Verstopfung dauert meist nur wenige Tage<\/strong><\/p>\n<p>Hier k\u00f6nnen, kurzzeitig angewendet, Abf\u00fchrmittel hilfreich sein:<\/p>\n<ul>\n<li>Sennesbl\u00e4tter, Aloe und Natriumpicosulfat werden im Dickdarm aktiv, hemmen die R\u00fcckgewinnung von Wasser und Salzen aus dem Darm, und das Volumen des Darminhalts erh\u00f6ht sich<\/li>\n<li>Bisacodyl entfaltet seine Wirkung schon im D\u00fcnndarm<\/li>\n<li>Osmotische Abf\u00fchrmittel ziehen Wasser aus dem K\u00f6rper in den Darm und erweichen so den Stuhl. Auch sie wirken bereits im D\u00fcnndarm.<\/li>\n<li>Eine Alternative ist der Wirkstoff Macrogol, den es in wasserl\u00f6slicher Pulverform gibt. Da Macrogol-Pr\u00e4parate neben Polyethylenglykol (PEG) auch Elektrolyte enthalten, kommt es nicht zu Elektrolytverlust wie bei anderen Laxantien<\/li>\n<li>Milchzucker und Lactulose ziehen ebenfalls Wasser in den Darm, erh\u00f6hen das Stuhlgewicht und l\u00f6sen so einen Stuhlreflex ausgeschieden<\/li>\n<li>Bei chronischer Verstopfung ist zu alternativen Mitteln wie Floh- oder Leinsamen zu raten. Die darin enthaltenen Ballaststoffe regulieren den Stuhlgang auf nat\u00fcrlich Weise<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>ACHTUNG:<\/strong><br \/>\nGrunds\u00e4tzlich gilt, dass die Einnahme von Abf\u00fchrmitteln \u2013 bei mehrfacher Anwendung \u2013 mit Ihrem Arzt besprochen werden sollte, da es Wirkstoffe gibt (u.a. Sennesbl\u00e4tter und Aloe), die schnell zu einer Gew\u00f6hnung f\u00fchren. Das hei\u00dft, der Darm wird tr\u00e4ge und ben\u00f6tigt die Hilfe von au\u00dfen, um zu arbeiten. Diese Art von Abh\u00e4ngigkeit sollte unbedingt vermieden werden, da sie zu gesundheitlichen Sch\u00e4den und zur Beeintr\u00e4chtigung der Lebensqualit\u00e4t f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Tipps gegen Verstopfung<\/p>\n<p><em>&gt; Regelm\u00e4\u00dfige Bewegung schafft auch Bewegung im Darm<\/em><br \/>\n<em> &gt; Ballaststoffhaltige Ern\u00e4hrung mit viel Gem\u00fcse, Obst und Vollkornprodukten beugt der Verstopfung vor und regt\u00a0 die Darmt\u00e4tigkeit an<\/em><br \/>\n<em> &gt; Essen Sie bewusst und in Ruhe. Kauen Sie jeden Bissen gut, die Verdauung beginnt schon im Mund<\/em><br \/>\n<em> &gt; Trinken Sie viel! 1,5 bis 2 Liter t\u00e4glich (Wasser, Tee, Fruchtsaftschorle)<\/em><br \/>\n<em> &gt; Vermeiden Sie Dauerstress, und sorgen Sie f\u00fcr Entspannung. Stress beeinflusst die Darmt\u00e4tigkeit negativ<\/em><\/p>\n<p>\u00a9 Apothekerverband Nordrhein e.V. in Kooperation mit der Avoxa-Mediengruppe Deutscher Apothekeker GmbH<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer leckeren Mahlzeit macht sich Entspannung, Wohlgef\u00fchl und Zufriedenheit breit. F\u00fcr unser Magen-Darm-System beginnt nun harte Arbeit. Mit dem ersten Bissen beginnt der Verdauungsprozess bereits in der Mundh\u00f6hle. Beim Kauen wird die Nahrung zerkleinert, mit Speichel durchmischt und durch die darin enthaltenen Enzyme angedaut. 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