{"id":863,"date":"2017-10-24T10:52:47","date_gmt":"2017-10-24T10:52:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.linnich-apotheke.de\/wp-cms\/?p=863"},"modified":"2017-10-24T10:52:47","modified_gmt":"2017-10-24T10:52:47","slug":"geisterschreck-lecker-und-arzneipflanze-des-jahres-2005","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.linnich-apotheke.de\/wp-cms\/geisterschreck-lecker-und-arzneipflanze-des-jahres-2005\/","title":{"rendered":"Geisterschreck, lecker und Arzneipflanze des Jahres 2005"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.linnich-apotheke.de\/wp-cms\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/halloweenkuerbis-2847436_960_720.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-866\" src=\"https:\/\/www.linnich-apotheke.de\/wp-cms\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/halloweenkuerbis-2847436_960_720-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/static.linnich-apotheke.de\/wp-cms\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/halloweenkuerbis-2847436_960_720-300x225.jpg 300w, https:\/\/static.linnich-apotheke.de\/wp-cms\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/halloweenkuerbis-2847436_960_720-768x576.jpg 768w, https:\/\/static.linnich-apotheke.de\/wp-cms\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/halloweenkuerbis-2847436_960_720.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><em>An Halloween, der Nacht vor Allerheiligen, sind sie vielerorts anzutreffen. Mit gro\u00dfen Z\u00e4hnen &amp; funkelnden Augen. B\u00f6se Fratzen, die uns anstarren.<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">K\u00fcrbisse<\/span><\/p>\n<p>Der Brauch, K\u00fcrbisse zum Halloweenfest aufzustellen, stammt aus Irland. Dort lebte einer Sage nach der B\u00f6sewicht Jack Oldfield. Dieser fing durch eine List den Teufel ein und wollte ihn nur freilassen, wenn er Jack O fortan nicht mehr in die Quere kommen w\u00fcrde. Nach Jacks Tod kam er aufgrund seiner Taten nicht in den Himmel, aber auch in die H\u00f6lle durfte Jack nat\u00fcrlich nicht, da er den Teufel betrogen hatte. Doch der Teufel erbarmte sich und schenkte ihm eine R\u00fcbe und eine gl\u00fchende Kohle, damit Jack durch das Dunkel wandern k\u00f6nne. Der Ursprung des beleucheten K\u00fcrbisses war demnach eine beleuchtete R\u00fcbe, doch da in den USA K\u00fcrbisse in gro\u00dfen Mengen zur Verf\u00fcgung standen, h\u00f6hlte man stattdessen einen K\u00fcrbis aus. Dieser K\u00fcrbis war seither als Jack O\u00b4Lantern bekannt. Um b\u00f6se Geister abzuschrecken, schnitt man Fratzen in K\u00fcrbisse, die vor dem Haus den Hof beleuchteten.<\/p>\n<p>Aber warum erz\u00e4hlen wir Ihnen als Apotheke etwas \u00fcber Halloween, Geister und K\u00fcrbisse. Weil der gemeine K\u00fcrbis (Cucurbita pepo), auch Gartenk\u00fcrbis genannt, als Arzneipflanze eine wichtige Rolle spielt. Er wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2005 gek\u00fcrt.<\/p>\n<p>Als Stammform des Gartenk\u00fcrbisses gilt der Texanische Wildk\u00fcrbis (Cucurbita texana). Die Heimat der verschiedenen K\u00fcrbisarten, von denen unser Gartenk\u00fcrbis die gr\u00f6\u00dfte Bedeutung hat, liegt zwischen Peru und den s\u00fcdlichen USA. Der K\u00fcrbis geh\u00f6rt zu den \u00e4ltesten Kulturpflanzen der Menschheit. Christoph Kolumbus berichtet, dass er die Pflanze 1492 in Kuba kennen und sch\u00e4tzen gelernt habe. Anfang des 16. Jahrhundert gelangten dann die ersten Gartenk\u00fcrbissamen nach Europa.<\/p>\n<p>Heute wird der Gartenk\u00fcrbis als Sommergem\u00fcse besonders vom Mittelmeergebiet bis Kleinasien und in den USA angebaut. Die Pflanze ist sehr frostempfindlich und kann schon bei l\u00e4nger anhaltender k\u00fchler Sommerwitterung unter 10 \u00b0C Schaden nehmen. Da die Pflanze sehr w\u00e4rmeliebend und zu den sogenannten Starkzehrern geh\u00f6rt, gedeiht sie besonders gut auf Komposthaufen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.linnich-apotheke.de\/wp-cms\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/autumn-2851907_960_720.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-864\" src=\"https:\/\/www.linnich-apotheke.de\/wp-cms\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/autumn-2851907_960_720-300x179.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"179\" srcset=\"https:\/\/static.linnich-apotheke.de\/wp-cms\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/autumn-2851907_960_720-300x179.jpg 300w, https:\/\/static.linnich-apotheke.de\/wp-cms\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/autumn-2851907_960_720-768x459.jpg 768w, https:\/\/static.linnich-apotheke.de\/wp-cms\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/autumn-2851907_960_720.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Einsatz bei Reizblase und Benigner Prostatahyperplasie<\/p>\n<p>Die Reizblase, h\u00e4ufig vorkommend bei Frauen, ist eine psychosomatische Erscheinung, die keineswegs immer mit Entz\u00fcndungen und\/oder bakteriellen Infektionen verbunden ist. Wenn neurogene und anatomische Ursachen ausgeschlossen sind, kann der h\u00e4ufige Harndrang mit spastisch-schmerzhaftem Wasserlassen durchaus auch phytotherapeutisch angegangen werden. Traditionell werden K\u00fcrbissamen f\u00fcr die Behandlung der unkomplizierten Reizblase angewendet.<br \/>\nDie ehemalige Komission E hat die Indikation \u201eReizblase\u201c f\u00fcr K\u00fcrbissamen bei einer Dosierung von 10 g pro Tag anerkannt. Sicherheitshalber sollte vor der Behandlung eine Harnwegsinfektion mittels Testst\u00e4bchen ausgeschlossen werden.<\/p>\n<p>Die gutartige Prostatavergr\u00f6\u00dferung (Benigne Prostatahyperplasie, BPH) ist eine der h\u00e4ufigsten Erkrankungen von M\u00e4nnern in der zweiten Lebensh\u00e4lfte.<br \/>\nMan sch\u00e4tzt, dass etwa die H\u00e4lfte der \u00dcber-50-J\u00e4hrigen, 70% der Siebzigj\u00e4hrigen sowie 90% der Achtzigj\u00e4hrigen betroffen sind. Eine benigne Prostatahyperplasie geht allerdings nicht zwangsl\u00e4ufig mit Beschwerden einher. Zudem k\u00f6nnen die auftretenden Probleme in ihrer Intensit\u00e4t schwanken.<br \/>\nBeim Mann wird etwa ab dem 40. Lebensjahr in der Prostata Testosteron vermehrt in die Wirkform Dihydrotestosteron umgeandelt. Dieses stimuliert das Wachstum der Epithelzellen in der Prostata. Estrogene, die mit zunehmenden Alter vermehrt gebildet werden, verst\u00e4rken diesen Effekt. Das Wachstum der Prostata engt die Harnr\u00f6hre zunehmend ein. Es muss mehr Kraft aufgewendet werden, um die Blase zu entleeren. Dadurch verdicken sich die Muskelz\u00fcge der Blase. Trotzdem gelingt es mit fortschreitender Erkrankung nicht mehr, die Blase ganz zu leeren. Es verbleibt Restharn, der bald schon wieder Harndrang verursacht.<\/p>\n<p>Man unterscheidet drei Stadien der Erkrankung:<\/p>\n<p>Stadium I: verz\u00f6gerter Miktionsbeginn, deutlich abgeschw\u00e4chter Harnstrahl, h\u00e4ufiger Harndrang<br \/>\nStadium II: weiter gesteigerte Miktionsfrequenz, Restharnbildung<br \/>\nStadium III: unwillk\u00fcrlicher Harnabgang bei \u00fcbervoller Blase oder kompletes Harnverhalten mit R\u00fcckstau in die Nieren.<\/p>\n<p>Die BPH, auch als Prostataadenom bezeichnet, ist definitionsgem\u00e4\u00df eine gutartige Ver\u00e4nderung, die nur behandelt werden muss, wenn die Probleme des Harnlassens zur echten St\u00f6rung werden.<br \/>\nVor jeder Therapie und Selbstmedikation muss eine \u00e4rztliche Untersuchung mit rektaler Abtastung zur Bestimmung der Konsistenz und der Gr\u00f6\u00dfe der Prostata erfolgen.<\/p>\n<p>Klinische Studien (Auszug):<br \/>\nAn 147 BPH-Patienten wurde eine placebokontrollierte Studie sowie an 1305 Patienten eine Anwendungsbeobachtung mit K\u00fcrbissamenextrakt durchgef\u00fchrt. Beide Untersuchungen konnten eine statistisch signifikante Besserung der BPH-Symptomatik nachweisen, vor allem der R\u00fcckgang der n\u00e4chtlichen Blasenentleerungen wurde von 82% der Patienten positiv vermerkt.<\/p>\n<p>Zur Behandlung von Miktionsbeschwerden bei Prostataadenom Stadium I und II betr\u00e4gt die Tagesdosis ebenfalls 10g K\u00fcrbissamen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An Halloween, der Nacht vor Allerheiligen, sind sie vielerorts anzutreffen. Mit gro\u00dfen Z\u00e4hnen &amp; funkelnden Augen. B\u00f6se Fratzen, die uns anstarren. K\u00fcrbisse Der Brauch, K\u00fcrbisse zum Halloweenfest aufzustellen, stammt aus Irland. Dort lebte einer Sage nach der B\u00f6sewicht Jack Oldfield. 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